Da guckt sie mich an. Die Bärbel, mein Bärbelchen.
Wir kennen uns schon ein paar Monate; da war es noch heiß. Da haben wir uns kennengelernt. Im Sommer 2021, da haben wir uns das erste Mal getroffen. Und seit dem täglich. Weil, seit dem wohnt sie hier, bei mir. Quasi WG.
Ich musste gerade an Petterson und Findus denken, an die Geschichte, wie der Kater zu dem alten Mann kam. Nein, so ist Bärbel nicht bei mir eingezogen. So zieht sie vermutlich dann bei dir ein; in einem Karton und von einem schützenden Stoff umhüllt.
Bärbel kam zu mir in Etappen. Und anfangs, so ist das ja oft mit Begegnungen, wusste ich gar nicht, dass sie in mein Leben treten wird.



Und weil mir für die wilden Haare nicht auf Anhieb der richtige Dreh einfiel, zeichnete ich das Gesicht noch einmal separat. Kopf, Auge links, Auge rechts, Nase, Mund. Mund nochmal wegradiert. Wieder hingemalt. Passt. Und dann passierte eine Kleinigkeit; etwas, was mir immer wieder beim Malen und Zeichnen passiert. Ein neuer „Move“ entwickelte sich. Was meine ich damit? Ich mein damit eine kleine, neue zeichen- oder maltechnische Erkenntnis. Ein Ahhhh, so könnte ich das malen. Das ist nichts Spektakuläres; lediglich die Erweiterung von Handwerk. In der Regel sind das kleine Dinge. Hier ein Bogen weiter geschwungen, da eine Farbe anders gemischt. Das gefällt mir. Ich malte ihre Haare. Sie sollten ja immer noch wild sein, am liebsten Dreadlocks (man muss wissen, dass der kleine Mensch zu der Zeit gerne Dreads gehabt hätte).